Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit

 

 

 

 

Bachelor-Studiengang
Soziale Arbeit

Allgemeine Studienziele


Auf der Grundlage einer generalistischen Ausrichtung und eines ganzheitlichen, ethisch begründeten Menschenbildes werden im Studiengang Soziale Arbeit Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, die die Studierenden dazu befähigen,

 

  • Wissen und Erfahrungen mit ethischen und theologischen Kategorien zu analysieren und zu beurteilen, um sowohl die ihr eigenes Handeln bestimmenden Werte und Normen kritisch zu klären als auch eine ethisch begründete Haltung und soziale Praxis der Nächstenliebe und Solidarität, der Anerkennung von Differenzen und der sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Teilhabe zu fördern und weiterzuentwickeln
  • ein gesellschaftstheoretisch begründetes Verständnis der gesellschaftlichen Strukturen und Prozesse sozialer Ungleichheit, Ausschließung und Partizipation zu entwickeln und zu analysieren und das Individuum im Kontext vorgegebener gesellschaftlicher Bedingungen als grundsätzlich handlungs- und selbstbestimmungsfähiges Subjekt seines Lebens zu begreifen
  • die historische Entwicklung und den aktuellen Diskussionsstand der Theoriebildung und Arbeitsformen, der gesellschaftlichen Funktionen (Bildung, Hilfe, Kontrolle, Disziplinierung), der Profession und des Selbstverständnisses der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung der Ursprünge ihrer christlich-humanistischen Begründung zu erfassen
  • im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Funktion, professionellem Selbstverständnis und subjektiven Situationsdefinitionen der Adressaten/innen Sozialer Arbeit Handlungsfähigkeit herzustellen und die Ambivalenzen, Widersprüche und Interessenskonflikte in der Sozialen Arbeit zu erkennen, zu reflektieren und kreativ in die Handlungsprozesse einzubeziehen
  • eine theoriegeleitete, wissensbasierte Handlungskompetenz zu entwickeln, die in den entsprechenden Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit unter besonderer Berück-sichtigung der Besonderheiten und Berufsfelder von Kirche und Diakonie – eigenverantwortlich, methodisch-strukturiert und kritisch reflektierend zu agieren ermöglicht
  • eine u.a. historisch begründete professionelle Identität im Kontext interprofessioneller und interkultureller Praxiszusammenhänge Sozialer Arbeit zu entwickeln, die spezifischen Kompetenzen Sozialer Arbeit sowohl in begründeter Abgrenzung wie interprofessioneller Kooperation zur Geltung zu bringen und als (selbst-)kritische Berufsrollenträger in dem komplexen Gefüge von Institutionen, Professionen, Politik und Öffentlichkeit selbstbewusst und offensiv zu agieren
  • unter Einbeziehung lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Aspekte die Strukturen und Funktionsprinzipien des Sozialstaats in ihren Zusammenhängen mit und ihren Auswirkungen auf Soziale Arbeit zu erkennen, kritisch zu beurteilen und im Sinne einer „Politik des Sozialen“ in sozialpolitische und sozialpädagogisch/sozialarbeiterische Handlungsperspektiven zu übersetzen
  • die Lebenswelten, Lebenslagen, subjektiven Situationsdefinitionen und Bewältigungsstrategien der Adressaten/innen Sozialer Arbeit beschreiben und analysieren zu können und als kritisches Korrektiv zum Expertenwissen in die sozialpädagogischen/ sozialarbeiterischen Handlungsperspektiven systematisch einzubeziehen
  • wissenschaftlich arbeiten und denken, d.h. theoretische und empirische Methoden wissenschaftlichen Arbeitens anwenden zu können und eine Forschungskompetenz zu entwickeln, die es ermöglicht, sowohl Praxis in Forschungsfragen wie theoretische Forschungsfragen in Methoden ihrer empirischen und theoretischen Bearbeitung zu übersetzen und Forschungsmethoden zur Reflexion der Praxis einzusetzen

 

Theorie und Praxis als ein vermitteltes, komplexes Verhältnis zu begreifen, d.h. die jeweilige Eigenlogik eines handlungsentlasteten theoretischen (Orientierungs-)Wissens auf der einen und einer unter Handlungszwänge gestellten Praxis auf der anderen Seite zu erkennen und für eine professionelle Soziale Arbeit fruchtbar zu machen.

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